Projekt

Emotionserkennung und Emotionsregulation haben sich zu einem wichtigen Fokus der aktuellen Forschung und Entwicklung in der Fahrzeugdomäne entwickelt. In F-RELACS entwickeln wir einen digitalen Sprachassistenten namens Joice. Das Joice trägt ähnlich einem guten Beifahrer dazu bei das Fahrerlebnis zu verbessern, weil es Frustration reduziert.

Frustration ist eine der am häufigsten erlebten negativen Emotionen beim Fahren. Dabei tritt Frustration laut aktuellen Untersuchungen vor allem im Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern, aber auch im Umgang mit dem Navi und generell dem User Interface im Auto auf.

Für diese beiden Anwendungsfälle entwickeln wir verschiedene Strategien, die wir in Fokusgruppen als erfolgsversprechend identifiziert haben. Wir bedienen uns dabei verschiedenster Methoden der Psychologie und User Experience Design, und erheben Daten im Fahrsimulator und im realen Fahrzeug.

Um den Fahrer zur richtigen Zeit und auf die richtige Weise anzusprechen und zu unterstützen, ist es notwendig die Situation und den aktuellen Zustand des Menschen zu erkennen. Dazu entwickeln wir Machine-Learning Klassifikatoren, die erkennen, ob der Mensch in diesem Moment Frustration erlebt. Der Klassifikator beobachtet das Verhalten und physiologische Signale wie die Herzrate des Fahrers. Sobald die Frustration einen gewissen Schwellwert übersteigt, schaltet sich das Joice ein.

Weil es außerdem Informationen über die Situation hat, wird das Joice am Ende des Projekts die aufkommende Frustration des Fahrers reduzieren, indem es situationsgerecht mit dem Fahrer spricht und ihn wenn möglich unterstützt.

Die Arbeiten im Projekt F-RELACS werden durchgeführt von einem Konsortium bestehend aus der TWT GmbH Science & Innovation, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt am Institut für Verkehrssystemtechnik in Braunschweig und einem Kölner Start-Up namens Soundreply.

Das Projekt F-RELACS wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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